Am heutigen 26. April 2016 jährt sich der Super-Gau in dem Atomkraftwerk Tschernobyl zum 30. Mal. Es war der erste Super-Gau in der Geschichte der Atomkraft. Der zweite Gau war Fukushima im Jahr 2011, der sich in diesem Jahr zum 5. Mal jährt. Dies waren aber nicht die einzigen Unfälle in Atomkraftwerken. Die Atomkraft war und ist eine Risikotechnologie. Tschernobyl und Fukushima, die als sicher galten, zeigen, dass sie nicht kalkulierbar ist und verheerende Auswirkungen haben kann.

In Deutschland sind am heutigen Jahrestag der Katastrophe noch immer acht Atomkraftwerke in Betrieb. Das hessische Atomkraftwerk Biblis wurde zwar 2011 vom Net genommen, beschäftigt uns aber auch heute noch. Aktuell gerade durch die aufgedeckten Schlampereien bei der Dokumentation der Sicherheitskontrollen.

Es ist wichtig und richtig, dass die Forderung nach einem kompletten Ausstieg aus der Atomenergie, erst 2022 wird das letzte deutsche Kraftwerk vom Net genommen, auf der politischen Tagesordnung bleiben muss. Deutschland ist dabei auf einem guten Weg, wenn auch mit Hindernissen und Rückschlägen.

Aber der Blick muss auch auf unsere Nachbarstaaten und andere europäische Staaten fallen. Gerade mit Blick auf die unsicheren Atomkraftwerke in Frankreich, Belgien aber auch Großbritannien und die osteuropäischen Staaten muss zeitnah ein gemeinsamer europäischer Weg von der Atomkraft hin zu erneuerbaren Energien gefunden werden. Der “Export” des Atomausstieges, das Werben für eine Energieversorgung jenseits der Atomkraft muss daher Teil der deutschen Europa- und Außenpolitik bleiben.

Der Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl muss allen eine Mahnung sein, mit den Anstrengungen für eine dezentrale und erneuerbare Energieerzeugung nicht nachzulassen.

Zukunft statt Atom – simpel aber doch richtig und das nicht nur national sondern international!

30 Jahre Tschernobyl, 5 Jahre Fukushima – Mahnung zur Fortsetzung der Energiewende
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