Der Kindergarten „Hirschbergzwerge“ in Helsa-Wickenrode bekommt neue Öffnungszeiten. Künftig können Eltern ihren Nachwuchs bereits um 7 Uhr in die Obhut der Erzieher geben. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Jüngsten mit einem warmem Mittagessen versorgen zu lassen.

Zudem beschloss die Gemeindevertretung, die Schließungszeit des Kindergartens von 13.30 auf 14 Uhr anzuheben. Der Rat reagierte mit diesem Beschluss auf die gestiegene Nachfrage der Helsaer Eltern.

Mehr Kosten

„Ich sehe in dem neuen Angebot eine Aufwertung des Kindergartens“, begrüßte Christa Hollerbach (Grüne Liste Helsa) den Beschluss. Zwar müssten Eltern, die ihre Kinder bei den „Hirschbergzwergen“ untergebracht haben, bei Inanspruchnahme des Angebots künftig 75 Euro monatlich mehr ausgeben, erhielten durch das Mittagessen im Kindergarten aber auch einen „reellen Gegenwert“. Das Wissen um eine gute Betreuung der Kinder würde Eltern das Leben erleichtern.

Auch Bürgermeister Tilo Küthe befürwortete diesen Schritt. „Die Nachfrage an der Mittagsbetreuung ist deutlich gestiegen.“ Aktuell seien 77 Kinder in den drei Kindergärten der Gemeinde untergebracht, 72 Kinder nutzen bereits das Mittagsangebot der Awo. „Tendenz steigend“, so der Bürgermeister.

Den mit Spannung erwarteten Tagesordnungspunkt zum Thema „Laboranalyse von Wasser und Abraum der Tunnelbaustelle unter Hirschhagen“ leitete Rainer Dallmann (GLH) mit einer emotionalen Rede ein. Er beklagte, dass seit seines ersten Antrags, die Laborergebnisse öffentlich zu machen, nun ein halbes Jahr vergangen sei. Hessen Mobil unterstelle Bürgern mit der Verweigerung, die Ergebnisse zu veröffentlichen, dass diese „zu dumm seien, um beteiligt zu werden“. Der Umgang mit diesem Thema widerspreche Dallmanns Verständnis von Demokratie. Der Antrag, den Gemeindevorstand zu beauftragen, die Laboranalysen von Wasser und Abraum im Internet zugänglich zu machen, fand im Rat Zustimmung.

Einig waren sich die Gemeindevertreter auch darüber, die Maßnahmenliste des Hessischen Kommunalinvestitionsprogramms um die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs sowie die Modernisierung des Netzwerkes und der Telefonanlage der Verwaltung zu erweitern. „Die technische Aufrüstung ist nötig, da die Telefonanlage der Verwaltung seitens der Telekom ab 2018 nicht mehr bedient wird“, so Bürgermeister Küthe. Diese Investition in Höhe von rund 84 000 Euro käme zwangsläufig auf die Gemeinde zu. Hintergrund ist die Bereitstellung von Kontingenten seitens des Hessischen Kommunalinvestitionsprogramms, die finanzschwachen Kommunen bei Investitionen unterstützen sollen.

HNA

Kinder können jetzt ab 7 Uhr in die Kita

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