Herzlichen Glückwunsch an Frank Heikelmann und seinen belgischen Schäferhund Bob zu dieser herausragenden Leistung.
Ebenfalls Glückwunsch an Ilka Kerst und ihren treuen Mitstreiter Benny zu einem tollen fünften Platz beim 5.000m Geländelauf.

Helsa. Für Bob ist kein Hindernis zu hoch, kein Balken zu schmal und beim Slalom und Hürdenlauf kommt der belgische Schäferhund (Malinois) erst richtig in Fahrt.

Kürzlich hat der neunjährige Rüde zusammen mit seinem Herrchen Frank Eikelmann den Sieg bei der Deutschen Meisterschaft beim Turnierhundesport (THS) in der Königsdisziplin – dem Vierkampf – nach Helsa geholt.

Neben Unterordnung mussten Hund und Herrchen die drei Laufdisziplinen Slalom, Hindernislauf und Hürden absolvieren – und das alles auf Tempo und Zeit. „Im Idealfall bilden Mensch und Hund eine Einheit“, weiß Frank Eikelmann, der gemeinsam mit Bob nicht zum ersten Mal Deutscher Meister wurde. „Ohne Fleiß kein Preis“, lautet das Motto Eikelmanns, der Vorsitzender des Schutz- und Gebrauchshunde-Vereins Lossetal (SGHV) ist.

Zwei- bis dreimal die Woche sind die beiden auf dem Hundeplatz. Allerdings könne man die Erziehung nicht auf den Übungsplatz beschränken, erklärt er. Frank Eikelmann und Bob üben auch jeden Tag zuhause. „Ein Hund lernt durch Verknüpfungen“, weiß das Herrchen. Das heißt, er müsse auch mal eine Rüge bekommen, wenn etwas falsch läuft.

Viel durch die Stimme

„Die Wattebauschfraktion ist nicht immer sinnvoll“, sagt der 53-Jährige. Dennoch müsse man das Tier auch loben und belohnen, wenn es etwas gut gemacht hat. Bei der Hundeerziehung könne man viel mit der Stimme arbeiten, sagt er und betont, wie wichtig es ist, dass der Hund funktioniert und weiß, dass er die Nummer zwei in der Rangordnung ist. Da ist vor allem Konsequenz gefragt – das Herrchen macht die Ansagen und zeigt die Grenzen auf.

Den Turnierhundesport bezeichnet Frank Eikelmann gerne als Leichtathletik mit dem Hund, denn auch der Hundeführer wird dabei sportlich stark gefordert. Da Bob mit seinen fast zehn Jahren so langsam ins Rentenalter kommt, hat sein Besitzer sich vor einigen Monaten einen zweiten Malinois zugelegt. Kayo ist jetzt zehn Monate alt und muss erstmal lernen, Prüfungen ablegen und bestimmte Qualifikationen bekommen, bis er frühestens in etwa zweieinhalb Jahren auch an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen darf.

Auch Ilka Kerst (17) ist aktive Hundesportlerin beim SGHV. Mit Dalmatiner Benny (5) erreichte sie beim 5000-Meter-Geländelauf den fünften Platz bei den Deutschen Meisterschaften. Ein toller Erfolg, wenn man bedenkt, dass der Hund bei ihrem Großvater wohnt und sie aus Zeitgründen nur zweimal die Woche mit ihm auf dem Platz trainieren kann. Ihr Geheimrezept: Erziehung mit liebevoller Konsequenz. „Mit gutem Zureden kommt man oft nicht weiter“, sagt die 17-Jährige und betont: „Man muss sich gegen den Hund durchsetzen, sonst tut er es!“
Hundeausbildung seit 30 Jahren

Der SGHV Lossetal wurde im Jahr 1982 gegründet und zählt momentan 30 Mitglieder. Ob Welpenausbildung, Begleithundeprüfung, Gebrauchshundesport, Rally Obedience oder Turnierhundesport – der Verein blickt auf über 30 Jahre Erfahrung in der Hundeerziehung zurück und unterstützt die Besitzer in der Ausbildung ihres Vierbeiners zum verlässlichen Begleithund. Neue Mitglieder sind immer willkommen, sogar Menschen mit Handicap können aktiven Hundesport ausüben. Die Aufnahmegebühr im Verein beträgt 65 Euro, die Jahresgebühr für Mitglieder 48 Euro. Als Nicht-Mitglied ist auch der Erwerb einer 10er-Karte für den Preis von 50 Euro oder ein kostenloses Probetraining möglich. (pth)
– Kontakt: Frank Eikelmann: Telefon 0 56 05 / 50 25 oder www.sghv-lossetal.de

HNA Online

Helsa: Frank Eikelmann und Hund Bob sind Deutsche Meister im Turnierhundesport
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