Förderverein hält den Betrieb im Helsaer Schwimmbad aufrecht und sucht weitere Freiwillige

HELSA. „So einen Sommer hab ich noch nicht erlebt“; sagt Karl-Ludwig Opper vom Förderverein Schwimmbad in Helsa. Er sitzt zurzeit täglich an der Kasse im Freibad und kann sich vor Gästen, die eine Abkühlung suchen, kaum retten. „Die Leute rennen uns die Bude ein“, sagt Opper und freut sich über die zahlreichen Zwei- und Drei-Euro-Stücke in der Schwimmbadkasse.


Das Geld wird dringend benötigt, denn der Förderverein betreibt das Bad selbst. Die Gemeinde Helsa gibt 10 000 Euro jährlich dazu. Um das Schwimmbad dauerhaft am Leben zu erhalten, ist aber nicht nur Geld nötig, sondern vor allem Arbeitskraft. „Ein harter Kern von zehn bis zwölf Fördervereinsmitgliedern macht hier alles Mögliche“, erklärt Opper. „Ohne diese Menschen geht gar
nichts.“

Einer davon ist Dieter Rabe aus Kaufungen. „Ich bin hier sowas wie ein Wichtelmännchen und an sehr vielen unterschiedlichen Stellen im Einsatz.“ Er kümmert sich zum Beispiel um die Technik, also die Pumpen und Filteranlagen. „Ich mache auch den Rasen- und Heckenschnitt, Hausmeistertätigkeiten, Reparaturen und so weiter.“ Und wenn die Saison für die Schwimmgäste im September zu Ende ist, arbeitet der Kaufunger trotzdem weiter. „Dann wird die ganze Anlage winterfest gemacht und wir bereiten schon wieder Dinge für die nächste Saison vor.“

Heike Ackermann ist ebenfalls so eine Person, ohne die das Schwimmbad nicht öffnen könnte: Sie ist ehrenamtliche Rettungsschwimmerin und passt auf, dass im Wasser nichts passiert. Die Qualifikation hat Ackermann, weil sie Lehrerin ist und in der Schule auch Schwimmunterricht gibt. Wirklich retten musste sie zwar noch niemanden, aber die Anwesenheit eines Rettungsschwimmers ist im Bad Pflicht – weitere Freiwillige werden gesucht. „Wir könnten wirklich mehr Leute sein, dann könnten wir uns besser abwechseln“, sagt Ackermann.

Auch in anderen Bereichen werden immer Helfer gesucht.

„Es wäre schön, wenn sich noch mehr Menschen in unserem Schwimmbad engagieren würden“, sagt Karl-Ludwig Opper. Gerade jetzt sei die Personalsituation nicht die Beste, weil das Bad wegen des tollen Sommers so gut besucht sei. Denn viele Gäste bedeuten natürlich auch viel Arbeit. „Da müssen wir jetzt durch. Am Ende des Sommers ziehen wir Bilanz und werden sehen, was es uns gebracht hat“, sagt Opper.

Das Schwimmbad hat geöffnet von 13 bis 19 Uhr, am Wochenende von 11 bis 19 Uhr.
Das Wasser ist zurzeit 23 Grad warm. Der Eintritt kostet für Erwachsene drei Euro, für Kinder bis 16 Jahre zwei Euro.

Wer im Bad mithelfen will, kann sich bei Karl-Ludwig Opper unter 05605/63 56 melden.

Die Homepage des Fördervereins ist zu erreichen unter
www.schwimmbad-helsa.de

HNA

„Leute rennen uns die Bude ein“
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