In Wickenrode gibt es seit fünf Jahren einen Judo-Verein. Die Früchte der Arbeit gab es in diesem Jahr, denn die Wickenröder stellen nun einen Hessenmeister sowie eine Vizemeisterin. Doch bei dem Sport geht es nicht nur um Siege, es geht vor allem um Respekt.

Helsa. In der nordhessischen Gemeinde Helsa geht es von Zeit zu Zeit fernöstlich zu. Im Dorfgemeinschaftshaus (DGH) im Ortsteil Wickenrode markierten vor Kurzem rote Sportmatten einen ganz besonderen Kampfbereich. Anlässlich der 725-Jahrfeier führten die Judokas der Judosparte des Sportvereins Helsa 1945 die japanische Kampfkunst vor und begeisterten die Zuschauer mit dem hohen Maß an Konzentration und Präzision, das für diesen Sport so unentbehrlich ist. „Meine Große hat meine Medaillen und Pokale gesehen, war begeistert und wollte auch so etwas erreichen“, erzählt Trainer Kurt Herdes, der seine Leidenschaft für diesen Sport bereits 1984 entdeckt hat. „Ich habe meine Tochter dann in verschiedenen Vereinen angemeldet, aber die Konzepte haben mir nicht gefallen. Ich wollte deshalb selbst etwas auf die Beine stellen und habe bei der Gemeinde angefragt“, so Herdes weiter. Der erste Vorsitzende des SV Helsa, Aurel Liphardt ergänzt: „Wir haben den Verein vor fünf Jahren ins Leben gerufen, um Kindern in der Region etwas zu bieten und sind mit mittlerweile 38 Mitgliedern für Helsa gut aufgestellt. Manche kommen auch aus Großalmerode oder Günsterode her.“

Das Alter der Helsaer Judokas ist von fünf bis 54 Jahren breit gefächert und bei der Vorführung im DGH Wickenrode waren viele jüngere Kinder zu beobachten, die mit einer enormen Disziplin die verschiedenen Kampffiguren demonstrierten. „Judo ist eine Sportart, da geht man sehr respektvoll miteinander um. Zu Beginn eines Kampfes steht erst einmal ein höfliches verbeugen an und man zeigt sich so Respekt“, sagt Jens Fischer, Abteilungsleiter des Sportvereins, während der Vorführung der Kinder.

Siegreich bei der Hessenmeisterschaft

„Neben dem Training für solche Show-Kämpfe sind auch zwei bis drei Jahre Vorbereitung notwendig, um an Wettkämpfen teilzunehmen. Wir besuchen immer wieder hessenweit Turniere und konnten schon viele Preise gewinnen“, so Herdes. Bei den hessischen Meisterschaften in Geisenheim stellten im Juni gleich vier Judokas aus Helsa ihr Können unter Beweis und die Erfolge können sich sehen lassen. Lilian Herdes ging als Vize-Hessenmeisterin aus dem Wettkampf hervor und ihr Vereinskollege Sebastian Rohloff ist neuer Hessenmeister seiner Klasse. „Ich war schon zum zweiten Mal bei einem Hessenmeisterturnier und musste dieses Mal vier Kämpfe in meiner Klasse für mich entscheiden. Ich bin stolz und das macht mir einfach Spaß, sagt Lilian. Sebastian ist seit drei Jahren mit dabei. Er wurde von seinem Bruder zum Judotraining mitgenommen und war sofort begeistert.

Neben den Wettkämpfen und Turnieren haben die Judokas aber auch immer wieder Auftritte zu besonderen Anlässen, um nicht nur ihr Können und ihre Leidenschaft zum Judo zum Ausdruck zu bringen, sondern auch, um für den Verein Werbung zu machen. „Wir möchten vor allem Kinder auf uns aufmerksam machen und haben bereits in Kooperation mit Kindergärten und Schulen Schnuppertrainings angeboten. Damit wollen wir gleich die Jüngsten begeistern“, erzählt Liphardt. „Wir wünschen uns, dass wir noch Kinder im Alter von 12 bis 18 Jahren motivieren und für den Verein gewinnen können“, so Liphardt weiter.

Bevorstehender Hirschberg-Cup

Auch der Sportverein Helsa ist Ausrichter von Wettkämpfen. Beim dritten Hirschberg-Cup am 15. September können die Judokas in den Klassen U9, U11 und U13 wieder Medaillen und Urkunden erkämpfen.

Lokalo24.de

Respektvoll gekämpft: Judo-Verein Helsa siegreich bei Meisterschaft
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