Siedlung Waldhof kann auf schnelleres Netz hoffen

Helsa – Der Heilsbringer hieß Stefan Finger, Vertriebsleiter der Göttinger Firma Goetel. Er schaute zunächst in erstaunte, hoffnungsvolle und skeptische Gesichter. Aber am Ende der einstündigen Informationsveranstaltung im Schützenhaus zum Thema Glasfaserausbau in Waldhof waren die meisten der circa 80 Besucher überzeugt.

Ausgerechnet der kleinste Ortsteil der Gemeinde Helsa kann von dem Vorhaben der Firma als erstes profitieren. „Wenn die Bauplanungen begonnen haben, können Sie in einem Jahr über einen dauerhaft zuverlässigen und schnellen Internetanschluss verfügen“, sicherte Finger den Gästen zu, die es gar nicht glauben konnten, dass nach dem vielen Ärger mit dem bisherigen Anbieter ACO jetzt endlich Licht am
Horizont sichtbar sein soll.

Als die ACO in finanzielle Schieflage geriet, kauften die Göttinger kurz entschlossen das Unternehmen auf, um ihren Geschäftsbereich in Nordhessen zu vergrößern. Helsas Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) erfuhr davon und machte Nägel mit Köpfen. Gemeinsam wurde man sich schnell einig, denn in Helsa besteht dringender Bedarf nach schnellem Internet.

Leidensdruck in Helsa ist groß

„Der Leidensdruck in Helsa ist sehr groß“, fasste er die Stimmung der Bürger zusammen. „Wir haben jetzt die große Chance, die Weichen für die Zukunft zu stellen“. Dem Göttinger Unternehmen fehlt es derzeit noch an genügend Tiefbauunternehmen, die die notwendigen Erdarbeiten ausführen können. „In Waldhof können wir das gut stemmen“, versprach Finger. „Wenn diese Phase abgeschlossen ist, vielleicht auch schon früher, wollen wir gerne die anderen Ortsteile in Angriff nehmen“.

Bedenken kamen auf, wie denn die Kosten für die Verlegung der Kabel verteilt werden. Dazu müssen Bürgersteige aufgerissen werden. „Die Gehsteige sind Gemeindesache und wir müssen die Kosten für die Instandsetzung tragen“, beruhigte er die Fragesteller.

Bei den Anschlusskosten, die je nach Vertrag, 200 bis 500 Euro betragen, zeigt sich das Unternehmen flexibel: „Wenn Sie selbst mit einem kleinen Bagger oder Hacke und Schaufel den Graben von der Straße zu Ihrem Haus legen, zahlen sie nur 50 Euro für den Anschlusskasten im Haus“, stellte Finger die Alternative vor. Man kann davon ausgehen, dass die eingeschworene Gemeinschaft der Waldhofsiedlung hier bestimmt eine praktikable Lösung findet.

Am Ende der Veranstaltung waren die Antragsformulare schnell vergriffen. Bis 1. März haben die Waldhöfer jetzt Zeit, ihre Anträge bei der Gemeinde abzugeben. Von den 59 Häusern der Siedlung müssen 48 einen Vertrag abschließen, dann kann das schnellere Internetzeitalter auch in Waldhof beginnen.

HNA

Licht am Ende des Internettunnels
Markiert in:                 

Ein Gedanke zu „Licht am Ende des Internettunnels

  • 6. März 2019 um 08:58
    Permalink

    Bis zum 7. März hat Waldhof Zeit, es sind aber schon jetzt 56 unterschriebene Anträge, weitere 6 fehlen wohl noch! Respekt und Dank an die, die sich wirklich intensiv gekümmert haben!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.